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Carolabrücke 3.0 · Dresden · 2024–2031

Moderne Leichtigkeit.
Harmonisch und vertraut.

Die neue Carolabrücke verbindet Alt- und Neustadt als elegante Ingenieurbaukunst: vertraut in ihrer Wirkung, modern in ihrer Konstruktion. Sie fügt sich selbstverständlich in den Dresdner Brückenkanon ein, angelehnt an die klassischen Bogenbrücken der Stadt, bewusst flach und ruhig gehalten.

So bleibt sie zurückhaltend im Stadtbild und gibt den Blick frei: auf Frauenkirche, Hofkirche und Brühlsche Terrasse. Und über die weite Elblandschaft schweift der Blick weiterhin offen bis zum Horizont.

Das Urteil der Experten

Wir sind auf Platz 1 der Fachjury!

Die international renommierte Fachjury von Architekten, Bauingenieuren, Stadtplanern und Denkmalschützern sieht uns klar vorne. Das schreiben die Experten über unseren Entwurf:

„Der Entwurf überzeugte das Expertengremium vollumfänglich.
Dem Planungsteam ist es am besten gelungen, die umfangreichen Anforderungen und Restriktionen eines Ersatzneubaus mit einer gut gestalteten, schlanken und transparenten Brückenkonstruktion zu erfüllen. Die Brücke schreibt die Entwicklungsgeschichte beider Vorgängerbauten in einer höchst gelungenen Symbiose fort. Sie fügt sich angenehm zurückhaltend in den städtebaulichen Kontext der historischen Dresdner Altstadt ein. Gleichzeitig gelingt es ihr durch die neuartige gitterförmige Auflösung der Voutenbereiche eine eigenständige Identität als „DIE neue Dresdner Carolabrücke“ zu erreichen. Besonders wichtig und wohltuend zeigt sich die sorgfältige Durcharbeitung aller Nutzungsarten und -anforderungen.“

Ausführliche Jurybegründung →

Historischer Bezug

Vom Bogen zur Voute

Die Vouten über den drei Hauptpfeilern werden gezielt aufgelöst, um die optische Wirkung der Bogenform zu verstärken. In Anlehnung an die historische Königin- Carola-Brücke sind die Öffnungen der Vouten mit fachwerkartigen Auskreuzungen gestaltet. Dadurch entsteht eine elegante Reminiszenz an die Brücke von 1893.

Das Herzstück

Filigranes Stahlfachwerk

Die Bogenansätze über den Pfeilern im Wasser – die sogenannten Vouten – sind nicht massiv aus Beton, sondern elegant geöffnet. In sie setzen wir ein filigranes Stahlfachwerk mit gekreuzten Streben.

  • Liebevolle Hommage an die allererste Carolabrücke, deren feines Fachwerk schon das Erscheinungsbild prägte.
  • Sandstein-verkleidete Pfeiler greifen vertraute Dresdner Materialien auf.
  • Moderne, stabile Technik verbunden mit stadtbildprägender Baugeschichte.
Das sagen die Fachexperten:

„Durch die breite Promenade wird eine deutliche Wichtung auf der Altstadtseite hergestellt. Es entsteht ein durchgehender Stadtbalkon mit hoher Aufenthaltsqualität und hoher Attraktivität für Fußgängerinnen und Fußgänger, insbesondere auch durch die bereits auf der Brücke nach unten geführten Gehwege an den Brückenenden.“

Shortfacts
17Monate
Bis zur ersten Straßenbahn-Inbetriebnahme
5–6Meter
Breite des neuen Promenadenwegs
4×
Fahrspuren – volle Kapazität bleibt erhalten
20%
Kostenreduktion möglich (schmalere Variante)
Das sagen die Fachexperten:

„Das gewählte statische System ist bautechnisch einfach realisierbar, robust und gilt als bewährtes Konstruktionsprinzip im Brückenbau. Die vorgeschlagenen Herstell- und Montagevorgänge sind nachvollziehbar und stellen erprobte Verfahren dar. Die Vorfertigung der Stahlkörper gestattet eine kurze Bauzeit.“


PLAY
Erlebnis

Sie überqueren die Elbe
nicht nur – Sie erleben sie.

Auf der Altstadtseite entsteht ein großzügiger Promenadenweg, der sich wie ein neuer Aussichts­balkon über den Fluss spannt: Raum zum Flanieren und Verweilen, mit freiem Blick auf die Stadtsilhouette, Brühlsche Terrasse und die Filmnächte am Elbufer.

Rundgang
Neustadt 1
Neustadt 2
Altstadt 1
Altstadt 2
Rundgang
Neustadt 1
Neustadt 2
Altstadt 1
Altstadt 2
Das sagen die Fachexperten:

„Durch die breite Promenade wird eine deutliche Wichtung auf der Altstadtseite hergestellt. Es entsteht ein durchgehender Stadtbalkon mit hoher Aufenthaltsqualität und hoher Attraktivität für Fußgängerinnen und Fußgänger, insbesondere auch durch die bereits auf der Brücke nach unten geführten Gehwege an den Brückenenden.“

Sommer am Carolaplatz
Winter am Carolaplatz
WINTER SOMMER

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Bildgalerie

Perspektiven des Entwurfs

Das sagen die Fachexperten:

Das Bauwerk erfüllt alle wichtigen Vorgaben der Stadt bezüglich der Schifffahrt, des Hochwasserabflusses, der denkmalpflegerischen Belange, der Verkehrsbeziehungen und auch der Einhaltung der Kostenobergrenze in hervorragender Weise.“

Verkehrsführung

Entspanntes Flanieren und zügiges Fahren

Verkehrliche Anbindungen an die Umgebung

Anschlüsse

Wir gehen sorgsam mit den vorhandenen Mitteln um. Deshalb knüpft die neue Brücke einfach an das an, was schon da ist: Fahrspuren und Gleise docken direkt an die bestehenden Bereiche am Carolaplatz und Rathenauplatz an. Das spart aufwendige Umbauten – und damit Kosten.

Verkehrliche Anbindungen an die Umgebung

Sicherheit

Unterwegs sein soll sich gut anfühlen. Die gefährlichen Stellen, an denen Radfahrende früher über die Straßenbahngleise mussten, gehören mit der neuen Wegeaufteilung der Vergangenheit an. Das schützt alle, die mit dem Rad unterwegs sind und die Straßenbahn rollt hier künftig ungestört.

Verkehrliche Anbindungen an die Umgebung

Volle Kapazität

Auch mit dem Auto kommt man weiterhin verlässlich über die Elbe. Vier Fahrspuren bleiben erhalten – damit Pendler, Lieferanten und Gäste auch in Zukunft staufrei ans Ziel kommen.

Verkehrsführung

Klare, eigene Räume für alle

Der breite Promenadenweg ist entspannter Raum für Fußgänger und Familien – räumlich getrennt vom schnellen Verkehr. Radfahrende bekommen sichere, breite Spuren parallel zur Fahrbahn.

  • Keine Gleisquerung mehr für Radfahrende – die gefährlichen Kreuzungen entfallen.
  • Eigene Rampen auf beiden Elbseiten direkt zu Elbwiesen und Elbradweg.
  • Volle Kapazität für den Autoverkehr: weiterhin vier Fahrspuren.
Das sagen die Fachexperten:

„Allen Verkehrsteilnehmern werden optimale Bedingungen ermöglicht, die Konflikte querender Radwege wurden aufgelöst.“

Verbindung der Quartiere

Wir bauen für Dresdens Zukunft

Die neue Carolabrücke ist mehr als ein Verkehrsweg – sie ist ein Bindeglied für die gesamte Stadt. Unser Ziel: heute getrennte Stadträume wieder spürbar miteinander zu verweben.

  • Altstädter Seite: Alte Barrieren fallen – der künftige Promenadenring führt direkt bis auf die Brücke.
  • Neustädter Seite: Aus dem ungemütlichen Verkehrsknoten am Carolaplatz wird ein grüner, einladender Stadtplatz mit Orientierung.
  • Dresden von morgen mitgedacht: Der Entwurf blockiert spätere städtische Ideen nicht, sondern ermöglicht sie gezielt – etwa einen lebendigen Boulevard auf der Großen Meißner Straße.
  • Robuste Basis: Sie fördert das Zusammenwachsen von Altstadt, Neustadt und Elbraum dauerhaft – für künftige Generationen.

Grüner Parkraum

Am Carolaplatz entsteht ein grüner Parkraum mit Sitzgelegenheiten und Spielmöglichkeiten für Kinder.Der breite Promenadenweg ist entspannter Raum für Fußgänger und Familien – räumlich getrennt vom schnellen Verkehr. Radfahrende bekommen sichere, breite Spuren parallel zur Fahrbahn.

Klare städtebauliche Akzente

Gezielt platzierte Gebäude ergänzen den grünen Raum und geben ihm entlang des Rings ein prägnantes Gesicht. Der Carolaplatz wird zum Orientierungspunkt für Neustädter.

Raum zum Wachsen

Der Promenadenring lässt Platz für neue Bebauung – ohne dass die grüne Verbindung verloren geht.

Wandelbar für morgen

Unser Entwurf ist extrem anpassungsfähig. Spätere Generationen können den Platz auf der Brücke problemlos neu aufteilen – etwa für zusätzliche, breite Radschnellwege oder indem die Straßenbahn in die Mitte verlegt wird. Die Grundlage dafür steckt schon heute im Entwurf.

Planungsstand
Bauzeit

Cleverer Bau, maximale Flexibilität

Schlau geplant

Schneller wieder unterwegs

Wir denken nicht nur an heute, sondern auch an morgen. Deshalb besteht die neue Brücke aus zwei völlig getrennten Bauwerken – und das bringt einen großen Vorteil: Die Hälfte mit der Straßenbahn und den Fernwärmeleitungen können wir vorziehen und schon nach 17 Monaten als Erstes in Betrieb nehmen. So rollt die Bahn so schnell wie möglich wieder.

Das sagen die Fachexperten:

„Durch die Trennung in zwei Brückenzüge ist die abschnittsweise Teilinbetriebnahme möglich, auch im Falle späterer Wartungsarbeiten. Zwei separate Brückenkörper (Straße und Tram) werden auch verwaltungstechnisch günstig gesehen. Eine Umnutzung oder Neuaufteilung der Verkehrsflächen wird wegen durchgehender Fahrbahn dennoch ermöglicht.“

2024
Einsturz
Einsturz Brückenzug C, Beginn Bauräumung
abgeschlossen
2025
Wettbewerb
Abriss und Beräumung gesamtes Bauwerk, Beginn Wettbewerbsverfahren zur Neuplanung
abgeschlossen
2026
Entscheidung
Abschluss Wettbewerbsverfahren mit Auswahl eines Büros für die weitere Planung.
laufend
2027
Planung
Entwurf, Ausführungsplanung und Ausschreibung.
geplant
2028
Baubeginn
Möglicher Baubeginn ab Mai, beginnend mit dem Straßenbahnüberbau
geplant
2029
Teileröffnung
Inbetriebnahme Straßenbahnüberbau mit Promenadenweg nach 17 Monaten Bauzeit
geplant
2031
Fertigstellung
Vollständige Fertigstellung inkl. nach 37 Monaten Gesamtbauzeit
geplant
Wiederaufbau Carolabrücke – Video-Vorschau

Für die Wiedergabe dieses Videos werden Daten an Google/YouTube übertragen. Bitte stimmen Sie der Übertragung zu, um das Video zu laden.

Häufige Fragen

Fragen zur Carolabrücke 3.0

Wie sieht die neue Brücke aus?

Sie wirkt wie eine moderne Bogenbrücke und fügt sich zurückhaltend ins Dresdner Elbpanorama ein. Sandsteinverkleidungen, filigranes Stahlfachwerk und eine dezente Beleuchtung knüpfen an die historischen Elbbrücken an. Wichtige Sichtachsen auf Altstadt und Frauenkirche bleiben frei.

Fügt sich die Brücke gut ins Stadtbild ein?

Ja. Der Entwurf ist bewusst flach und ruhig gehalten, hält die wichtigen Blickbeziehungen frei und greift vertraute Dresdner Materialien und Formen auf. So bereichert das Bauwerk das historische Panorama, statt es zu dominieren.

Wie viele Fahrspuren bekommt die Brücke?

Vier Fahrstreifen für Pkw und Lkw sorgen für eine leistungsfähige Elbquerung.

Wird die Straßenbahn weiter über die Brücke fahren?

Ja. Die Gleise liegen auf einem eigenen westlichen Brückenzug, der zuerst gebaut wird, damit Straßenbahn und Fernwärme früh wieder in Betrieb gehen.

Wird es besser für Radfahrer?

Ja. Es entstehen durchgehende Radfahrstreifen und neue, direkte Rampen, die auf beiden Seiten komfortabel ans Elbufer und an den Elberadweg anbinden.

Was ändert sich für Fußgänger und Familien?

Auf der Westseite entsteht ein mindestens fünf Meter breiter Promenadenweg mit Sitzstufen und Blick auf Altstadt und Elbe, auf der Ostseite ein separater Gehweg. Der breite Weg bietet Platz für Kinderwagen, Aufenthalt und Freizeit, und von den Sitzstufen lassen sich sogar die Filmnächte verfolgen.

Gibt es neue Verbindungen ans Elbufer?

Ja. Neue Rampen verbinden die Brücke auf beiden Seiten direkt mit dem Elberadweg und dem Bereich der Filmnächte am Ufer.

Ist die Brücke barrierefrei?

Ja. Alle Wege werden barrierefrei nach dem Zwei-Sinne-Prinzip geführt, mit Breiten über den üblichen Regelmaßen, gut nutzbar auch für mobilitätseingeschränkte Menschen.

Was passiert mit der Haltestelle Synagoge?

Sie wird neu gestaltet, ein Stück abgerückt, barrierefrei ausgebaut und direkt ans Terrassenufer angebunden. So entsteht ein großzügiger Vorplatz, der zugleich die städtebauliche Wirkung der Synagoge stärkt.

Was ändert sich an den Plätzen und der Umgebung rund um die Brücke?

Die Pferdeskulpturen bleiben erhalten und werden durch einen neu gestalteten Platzbereich stärker in Szene gesetzt. Die Busparkplätze wandern unter die Brücke und erleichtern den Ein- und Ausstieg von Reisegruppen, während angrenzende Flächen frei werden für Wege und Grün.

Was bedeutet das Bauwerk für Natur und Umwelt?

Geplant sind Entsiegelungen, Begrünungen, Blühflächen und neue Lebensräume, mit dem Ziel mindestens einer ausgeglichenen Versiegelungsbilanz.

Wann wird gebaut und wird der Verkehr behindert?

Geplanter Baubeginn ist Mai 2028, die Fertigstellung Ende Juni 2031, bei rund 37 Monaten Bauzeit. Eine abschnittsweise Teilinbetriebnahme sorgt dafür, dass der Verkehr möglichst früh wieder rollt. Mit zeitweisen Einschränkungen ist zu rechnen, auch bei späteren Wartungen bleibt die Brücke leistungsfähig.

Nächster Termin: Offenes Rathaus im Stadtforum · 13. Juni

Sagen Sie Ihre Meinung.

Die Entscheidung fällt nicht hinter verschlossenen Türen. Im Sommer können alle Dresdnerinnen und Dresdner die Entwürfe diskutieren und bewerten – Ihre Stimme zählt.

Planungsteam

Dresdner Expertise.
Internationales Know-how.

Die Carolabrücke entsteht im Zusammenspiel eines Teams, das tief in Dresden verwurzelt ist – und gleichzeitig auf internationale Erfahrung im Brücken- und Stadtbau zurückgreift. Tragwerk, Gestaltung, Freiraum und Verkehr werden von spezialisierten Partnern verantwortet, die ihre Disziplinen zu einem stimmigen Gesamtentwurf zusammenführen.

Tragwerksplanung
Leonhardt, Andrä und Partner

Seit über 70 Jahren Maßstab im konstruktiven Ingenieurbau – gegründet in Stuttgart, seit 1990 mit Büro in Dresden verantwortet LAP die Tragwerksplanung. Bundesweit bekannt für anspruchsvolle Brücken- und Hochbauprojekte, verwurzelt in Sachsen.

Brückenarchitektur
Knight Architects

Londoner Spezialisten für Brückenarchitektur mit internationalem Renommee – und direkter Projekterfahrung in Deutschland. Für die Carolabrücke bringen sie ihre gestalterische Handschrift in die Elbe-Silhouette ein.

Stadt- & Freiraum
querfeldeins

Das Dresdner Büro für Landschaftsarchitektur und Stadtplanung gestaltet die Ufer, Wege und Aufenthaltsbereiche rund um die neue Brücke. Tiefe Ortskenntnis trifft auf zeitgemäße Freiraumplanung.

Verkehrsanlagen
VIC | VCDB

Verkehrsplaner mit Standort in Dresden – spezialisiert auf städtische Verkehrsanlagen, ÖPNV-Integration und Straßenraumgestaltung. Sie sichern die reibungslose Einbindung der Brücke ins Dresdner Netz.